Regenwassertanks

Dieser Beitrag wurde am 15. April 2020 veröffentlicht.

Was Sie beachten und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten

Regenwasser lässt sich auf vielfältige Weise weiterverwenden und kann so die Trinkwassernutzung erheblich reduzieren. Sowohl eine Verwendung für die Gartenbewässerung als auch für den häuslichen Bedarf sind denkbar. Bei letzterem kommt vor allem eine Nutzung für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine in Frage. Um das Regenwasser für den weiteren Gebrauch sammeln zu können, bedarf es eines Regenwassertanks. Wenn auch Sie aktuell mit dem Gedanken spielen, sich einen solchen Regenwassertank anzuschaffen, möchten wir Ihnen hier einige Ratschläge an die Hand geben.

ACO Rain4me Regenwassertank

Die richtige Größe des Regenwassertanks

Regenwasser wird meist über die Dachfläche eines Gebäudes aufgefangen, über ein Rohrsystem gefiltert und in den Sammelbehälter weitergeleitet. Welche Größe der Tank aufweisen muss, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zunächst richtet sie sich nach dem Ausmaß der Auffangfläche sowie dem örtlichen Niederschlagswert. Um den Ertrag an Regenwasser zu ermitteln, wird die Auffangfläche in m² multipliziert mit der durchschnittlichen Niederschlagsmenge in l/m² und dem Dachbeiwert. Beim Dachbeiwert handelt es sich um einen Wert zwischen 0,6 und 0,9, durch welchen das Ergebnis beispielsweise aufgrund möglicher Verdunstung oder Verwehung vermindert wird. Welchen Wert Sie berücksichtigen müssen, ist abhängig vom Material Ihrer Dachfläche. 

Neben dem Regenwasserertrag ist auch der Bedarf zu ermitteln. Dieser richtet sich nach den im Haushalt lebenden Personen und der Art der Regenwasserverwendung. Bei reiner Nutzung zur Gartenbewässerung wird die Größe der Gartenfläche in m² mit 0,06 m³ multipliziert. Für den häuslichen Gebrauch wird die Anzahl der Personen mit 8,8 m³ multipliziert bei Nutzung des Regenwassers für die Toilettenspülung und mit 4,5 m³, auch wenn ein Gebrauch für Waschmaschine und Hausputz vorgesehen ist. Die einzelnen Ergebnisse werden im Anschluss addiert und bilden so den Regenwasserbedarf des Haushalts ab.

Zuletzt werden Ertrag und Bedarf abgeglichen. Der kleinere Wert ist mit dem Ladebeiwert 0,06 zu multiplizieren. Hiermit wird das benötigte Volumen des Sammelbehälters in m³ ermittelt. Eine Entscheidung sollte dabei zugunsten des nächst größeren Regenwassertanks getroffen werden. Von einer weiteren Erhöhung des Volumens sollten Sie allerdings absehen. Es empfiehlt sich, den Tank mehrmals im Jahr überlaufen zu lassen, um Verschmutzungen, die trotz Filter den Weg in den Sammelbehälter gefunden haben, ausschwemmen zu lassen. 

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: wie genau die Reinigung eins Regenwassertanks vorgenommen wird, erklären wir hier.

Verschiedene Varianten möglich

Regenwassertanks lassen sich sowohl oberirdisch als auch unterirdisch einbauen. Wofür Sie sich entscheiden sollten, hängt vor allem von der Art der Nutzung des Regenwassers ab. Regentonnen und –fässer sowie kleinere Gartentanks bilden die oberirdische Möglichkeit eines Regenwassertanks. Die Verwendung dieser beschränkt sich allerdings auf die Gartenbewässerung und ist für den häuslichen Einsatz unbrauchbar.  

Wenn Sie das aufgefangene Regenwasser auch für Ihre Toilettenspülung oder die Waschmaschine nutzen möchten, sollten Sie sich für einen unterirdischen Regenwassertank bzw. eine unterirdische Zisterne entscheiden. Diese werden meist direkt an die Wasserversorgung des Gebäudes angeschlossen, weisen ein größeres Fassungsvermögen auf und sind frostsicher. Daneben wirkt sich ein Tank unter der Erde auch positiv auf die Qualität des gesammelten Wassers aus, da Algenwachstum durch mangelndes Tageslicht gemindert wird.

Regenwassertanks

Regenwassernutzung im Garten

Unterirdische Regenwassertanks werden vor allem aus Kunststoff oder aus Beton gefertigt. Beide Materialien bringen dabei Vor- und Nachteile mit sich. Polyethylen-Tanks ermöglichen wegen ihrer Leichtigkeit einen schnelleren und bequemeren Einbau sowie, dank einer großen Einstiegsöffnung, auch eine einfachere Wartung. Zudem hat eine Studie belegt, dass Kunststofftanks bessere Wasserwerte aufweisen als Betontanks. Außerdem sind sie recycelfähig und wegen ihrer glatten Oberfläche weniger anfällig für Verschmutzungen.  

Der Vorteil der Betonbehälter liegt vorrangig in ihrer Langlebigkeit. Daneben sind auch diese Regenwassertanks recycelbar und halten sogar sehr hohen Belastungen stand. Im Gegensatz zu Kunststofftanks sind Betontanks außerdem auftriebssicher. Der Einbau hingegen gestaltet sich aufwendiger und teurer, da unter anderem ein Kran benötigt wird. Auch sind diese Tanks anfälliger für Lecks und bedürfen damit einem höheren Wartungsaufwand. 

Beide Materialien haben eines gemeinsam: an die Wasserversorgung des Gebäudes angeschlossen bedeuten die Tanks eine erhebliche Reduktion des Trinkwasserverbrauchs und tragen zum Umweltschutz bei. Achten Sie bei dem zum Tank gehörenden Filtersystem darauf, dass dieses die Möglichkeit der Selbstreinigung hat. So werden Verschmutzungen direkt über die Wasserversorgung in die Kanalisation abgeführt.   

Einbau eines Regenwassertanks

Insbesondere beim Einsatz eines Regenwassertanks zu häuslichen Zwecken empfiehlt es sich, eine professionelle Firma mit dem Einbau des Tanks zu betrauen. Die Nutzung des Regenwassers für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine bedarf der Anschließung an die Wasserversorgung des Hauses. Daneben müssen gegebenenfalls Notanschlüsse für mögliche Zeiten einer Trockenperiode vorgehalten werden, in der kein neues Regenwasser gesammelt werden kann. Außerdem spielen auch die örtlichen Besonderheiten eine zentrale Rolle, die ein Laie oft nicht gänzlich überblicken kann. Hierzu zählen beispielsweise Hanglagen auf dem Grundstück oder ein hoher Grundwasserspiegel. 

Rewatec NEO Regenwassertank

Rewatec NEO Regenwassertank

Unabhängig hiervon eignen sich einige Vorhaben natürlich auch für die Eigendurchführung. Insbesondere, um die Ausgaben zu senken, greifen viele Eigentümer auf ihr eigenes Geschick zurück. Beim Aufbau von oberirdischen Wassertanks stellt dies selten ein Problem dar. Mittlerweile bieten aber auch einige Anbieter von Regenwassertanks bereits Anleitungen zur Installation von unterirdischen Tanks an. Beim Gebrauch dieser Anleitungen sollten Sie aber stets Vorsicht walten lassen. Befolgen Sie die Anweisungen strikt und ziehen Sie im Zweifel einen Fachmann zu Rate, um einen unsachgemäßen Einbau zu vermeiden. 

deineBAUSTOFFE-Profi-Tipp: Eine gute Anleitung für die Einbringung in die Erde wird hier Schritt für Schritt dargestellt.

Für die Wasserversorgungsunternehmen hat ein Regenwassertank wenig Bedeutung. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass der Tank keine besonderen Auswirkungen auf die Kanalisation hat.  Im Übrigen ist der Einbau eines Regenwassertanks laut Bauordnung bis 50 m³ genehmigungsfrei. Erst Tanks mit einem größeren Volumen oder wenn von einem Tank Gefahren oder Belästigungen ausgehen, bedarf es einer Genehmigung. 

Das passende Modell

Ein Preisvergleich sollte unbedingt auch zwischen Kunstoff- und Betontanks mit dem gewünschten Fassungsvermögen stattfinden. Meist sind die Kosten für Kunststofftanks mit niedrigem Volumen geringer. Ab etwa 5.000 Litern Fassungsvermögen liegen die Regenwassertanks preislich jedoch bereits gleichauf.

Bei Betonzisternen wird zwischen drei Varianten unterschieden, nämlich der Schachtring-Zisterne, der zweiteiligen und der monolithischen Betonzisterne. Die Schachtring-Zisterne stellt dabei die günstigste Möglichkeit dar, während die zweiteilige Betonzisterne die höchsten Kosten aufweist. 

Für Betonzisternen lassen sich keine speziellen Anbieter auflisten, was mit dem Transport des Betons zusammenhängt. Hier muss ein Preisvergleich regional stattfinden. Falls Sie Interesse an einem Betontank haben, sollten Sie die Internetseite www.regendsammler.de nutzen. Über Ihre Postleitzahl finden Sie die Anbieter Ihrer Region.  

Die Auswahl an Herstellern und Anbietern von Kunststofftanks und Zubehör ist mittlerweile enorm. Da wir von deineBAUSTOFFE überzeugt von den Produkten sind, finden Sie in unserem Shop beispielsweise verschiedene Regenwassertanks von den in Deutschland produzierenden Anbietern Rewatec und ACO. Rewatec wartet mit Regenwassertanks mit einem Fassungsvermögen von 1.500 bis 30.000 Litern auf und gewährt 35 Jahre Garantie auf seine Produkte. Von ACO erhalten Sie Kunststofftanks mit 2.000 bis 8.000 Litern Fassungsvermögen, die beliebig erweitert werden können und 25 Jahre Garantie bieten. Für einen geringeren Erdaushub bieten beide Hersteller auch Flachtanks an. deineBAUSTOFFE erstellt Ihnen gern ein individuelles Angebot – bitte sprechen Sie uns an!

Bildnachweis: Copyright: Premier Tech Ltd, ACO Hochbau Vertrieb GmbH
Nutzung: www.deinebaustoffe.de

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